Gegen rissige Fersen helfen drei Dinge: verdickte Hornhaut sanft abtragen, die Füße täglich mit einer reichhaltigen Creme pflegen und die Fersen vor Druck und Austrocknen schützen. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit, denn die Haut an der Ferse kann sich kaum selbst mit Fett versorgen. Tiefe, schmerzende oder blutende Risse gehören dagegen in die Hände einer Podologin oder eines Podologen.
Dieser Ratgeber erklärt die Ursachen, zeigt die Pflege Schritt für Schritt und ordnet ein, welche Pflege zu welchem Zustand passt.
Warum reißt die Haut an den Fersen ein?
Die Haut an den Fersen reißt ein, wenn sie trocken, dick verhornt und gleichzeitig stark belastet ist. An Fußsohle und Ferse gibt es keine Talgdrüsen, die Haut kann verlorenes Fett also nicht selbst nachliefern. Auf Druck und Reibung reagiert sie mit zusätzlicher Hornhaut, die mit der Zeit hart und unelastisch wird. Gibt diese Schicht beim Gehen nicht mehr nach, entstehen feine Risse.
Verstärkt wird das durch offene Schuhe, langes Stehen, Barfußlaufen auf harten Böden und zu seltenes Eincremen. Wie Kälte und Heizungsluft die Haut am ganzen Körper austrocknen, beschreibt unser Ratgeber Trockene Haut im Winter.
Schrunden oder Rhagaden: Was ist der Unterschied?
Schrunden sind oberflächliche Risse in der Hornhaut, die meist nicht bluten und gut auf Pflege ansprechen. Rhagaden reichen tiefer bis in die lebende Hautschicht, schmerzen beim Auftreten und können bluten. Weil über offene Risse Keime eindringen können, sollte man Rhagaden nicht selbst bearbeiten.
Rissige Fersen pflegen: Schritt für Schritt
Trockene Fersen werden mit einer einfachen Routine wieder weich: Füße kurz baden, Hornhaut sanft reduzieren, täglich eincremen und bei Bedarf über Nacht intensiv pflegen.
Füße lauwarm baden und mild reinigen
Ein lauwarmes Fußbad von etwa fünf bis zehn Minuten weicht verhornte Haut auf. Zu heißes Wasser trocknet die Haut dagegen aus. Zum Reinigen eignet sich ein mildes, parfümfreies Waschgel wie das EUTERPFLEGE Care + Repair Waschgel 4in1. Danach die Füße gründlich abtrocknen, auch zwischen den Zehen.

Hornhaut sanft abtragen
Direkt nach dem Bad lässt sich überschüssige Hornhaut mit einem Bimsstein oder einer Fußfeile vorsichtig reduzieren, am besten einmal pro Woche. Ein Rest Hornhaut sollte bleiben, denn sie schützt die Ferse vor Druck. Hornhauthobel und Klingen können die Haut verletzen und gehören in die Hände von Fachleuten.
Täglich eincremen, die Fersen zuerst
Die wichtigste Maßnahme gegen rissige Fersen ist tägliches Eincremen, am besten abends oder nach dem Duschen. Eine reichhaltige Creme bindet Feuchtigkeit und legt einen schützenden Film auf die Haut, damit sie geschmeidig bleibt.
Für die tägliche Pflege eignet sich die EUTERPFLEGE Care + Repair Creme 200ml: Sie ist parfümfrei, pH-hautneutral und dermatologisch mit „sehr gut“ bewertet.

Über Nacht intensiv pflegen
Bei sehr trockenen Fersen hat sich eine Intensivpflege über Nacht bewährt: die Creme dick auftragen, kurz einziehen lassen und dünne Baumwollsocken darüberziehen. Die Socken halten die Creme länger auf der Haut und schützen die Bettwäsche.
Welche Pflege passt zu welchem Zustand der Fersen?
Welche Pflege sinnvoll ist, hängt davon ab, wie ausgeprägt die Risse sind. Grob lassen sich drei Stadien unterscheiden.
Raue, trockene Fersen ohne tiefe Risse
Hier reicht in der Regel eine konsequente Grundpflege: tägliches Eincremen mit einer reichhaltigen, parfümfreien Creme und wöchentliches sanftes Abtragen der Hornhaut.
Dicke, harte Hornhaut mit feinen Rissen
Bei stark verhornter Haut werden häufig Fußcremes mit höher dosiertem Urea (Harnstoff) eingesetzt. Urea bindet Feuchtigkeit und macht dicke Hornhaut geschmeidiger, sodass sie sich leichter abtragen lässt. Sind die Fersen wieder weicher, genügt für die tägliche Pflege meist eine reichhaltige Creme.
Tiefe, schmerzende oder blutende Risse
Schmerzen die Fersen beim Gehen, bluten die Risse oder rötet sich die Haut, gehört die Behandlung in eine podologische oder hautärztliche Praxis. Pflegecremes sind Kosmetik und ersetzen keine Behandlung. Menschen mit Diabetes sollten auch kleine Risse an den Füßen immer fachlich begutachten lassen, weil Wunden dort schlechter heilen können.
Rissigen Fersen vorbeugen
Rissigen Fersen beugt man am besten mit regelmäßiger Pflege und gut sitzenden Schuhen vor. Schuhe mit geschlossener, stabiler Fersenkappe verteilen den Druck gleichmäßiger als offene Sandalen oder Pantoletten.
Praktisch ist eine Creme, die für mehrere raue Stellen taugt: Dieselbe Pflege lässt sich auch für Hände, Ellenbogen und Knie nutzen, wie unser Ratgeber zur minimalistischen Pflegeroutine zeigt. Einen Überblick über alle Produkte der Serie bietet die EUTERPFLEGE Themenseite.

Häufige Fragen zu rissigen Fersen
| Was hilft schnell gegen rissige Fersen? |
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Fußbad, Hornhaut sanft abtragen und eine dicke Schicht reichhaltiger Creme über Nacht unter Baumwollsocken. Danach täglich weiter eincremen. |
| Wie oft sollte man Hornhaut an den Fersen entfernen? |
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Etwa einmal pro Woche, sanft mit Bimsstein oder Fußfeile nach einem Fußbad. Ein Rest Hornhaut sollte als Schutz vor Druck bleiben. |
| Welche Creme eignet sich für trockene Füße und rissige Fersen? |
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Für die tägliche Pflege eine reichhaltige, parfümfreie Creme, die Feuchtigkeit bindet und einen Schutzfilm bildet. Bei sehr dicker Hornhaut werden häufig Cremes mit höher dosiertem Urea verwendet. |
| Helfen Hausmittel gegen rissige Fersen? |
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Fußbäder und Öle wie Olivenöl können die Haut kurzfristig weicher machen. Regelmäßiges Eincremen und das Abtragen der Hornhaut ersetzen sie nicht. |
| Was ist der Unterschied zwischen Schrunden und Rhagaden? |
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Schrunden sind oberflächliche Risse in der Hornhaut. Rhagaden reichen tiefer, schmerzen und können bluten. |
| Wann sollte man mit rissigen Fersen zur Podologin oder zum Podologen? |
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Wenn Risse schmerzen, bluten oder sich entzünden oder sich trotz regelmäßiger Pflege nach einigen Wochen nichts bessert. Menschen mit Diabetes sollten Fußprobleme immer fachlich abklären lassen. |
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