Kleinen, oberflächlichen Schimmel kannst du selbst entfernen: Auf glatten Flächen wie Fliesen, Glas oder Duschwanne reichen Wasser, ein guter Reiniger und etwas Sorgfalt. Noch wichtiger als das Putzmittel ist aber die Ursache, denn Schimmel wächst nur dort, wo es dauerhaft feucht ist. Hier erfährst du, wie du Schimmel sicher entfernst und wie er gar nicht erst entsteht.
Wann du Schimmel selbst entfernen kannst
Selbst entfernen kannst du Schimmel, wenn die befallene Fläche kleiner als etwa einen halben Quadratmeter ist, nur oberflächlich sitzt und du die Ursache kennst. Diese Faustregel des Umweltbundesamts gilt auch für mehrere kleine Flecken, die zusammengerechnet werden.
Größere Flächen, Schimmel, der trotz Putzen immer wiederkommt, oder feuchte Wände nach einem Wasserschaden gehören in die Hände eines Fachbetriebs. Wer zur Miete wohnt, informiert zuerst die Vermietung. Menschen mit Schimmelpilzallergie, Atemwegserkrankungen oder geschwächtem Immunsystem sollten die Entfernung grundsätzlich anderen überlassen.
Schimmel entfernen: Schritt für Schritt
Wie du vorgehst, hängt vor allem von der Oberfläche ab. Glatte, geschlossene Flächen lassen sich gut reinigen, poröse Materialien wie Putz oder Tapete deutlich schwerer.
1. Schützen und vorbereiten
Beim Entfernen von Schimmel können gesundheitsschädliche Schimmelsporen freigesetzt werden. Deshalb ist Schutz wichtig. Trage Haushaltshandschuhe, eine FFP2-Maske und bei Arbeiten über Kopf eine Schutzbrille, und öffne das Fenster. Befallene Stellen nie trocken abbürsten, sondern vorher anfeuchten, damit weniger Sporen aufwirbeln. Nimm ein Tuch, das du danach entsorgst.
2. Glatte Flächen: Fliesen, Glas und Duschwanne
Auf glatten Flächen genügen laut Umweltbundesamt Wasser und ein Allzweckreiniger, wie das HAKA Neutralseife Spray, um oberflächlichen Schimmel abzuwischen. Für größere Flächen in Bad und Küche eignet sich der Hygienereiniger Konzentrat 750ml: 4 bis 5 Spritzer (ca. 10 ml) auf einen Liter Wasser geben, die Fläche gründlich abwischen und mit klarem Wasser nachwischen. Für Marmor, Kalk- und Kunststein ist er nicht geeignet.
Für kleine Stellen zwischendurch reicht das Neutralseife Spray. Hartnäckige Beläge auf Fliesen und Duschwannen löst die Scheuermilch 750ml: Ihre feine Kreide reinigt gründlich, ohne zu kratzen.
3. Fugen und Silikon
Fliesenfugen aus Zement bearbeitest du mit etwas Scheuermilch und einer alten Zahnbürste (vorher gut vornässen!) und spülst danach gründlich nach. Bleiben bei Silikonfugen dunkle Flecken zurück, sitzt der Schimmel im Material selbst. Dann hilft nur, die Fuge herauszuschneiden und neu zu verfugen.
4. Wände, Putz und Tapete
Schimmel auf Tapete sitzt meist auch darunter, deshalb rät das Umweltbundesamt, die Tapete anzufeuchten und vollständig zu entfernen. Kleine Stellen auf Putz wischst du mit 70- bis 80-prozentigem Alkohol ab. Er ist leicht entzündlich, also gut lüften und keine offenen Flammen. Sitzt der Schimmel tiefer im Putz, ist ein Fachbetrieb gefragt.
Aktivsauerstoff statt Chlor: die unbedenkliche Wahl
Chlor wirkt zwar stark, bringt aber deutliche Nachteile mit: Es riecht stechend, kann problematische Dämpfe bilden und darf nie mit sauren Reinigern gemischt werden. Bei der Stiftung Warentest schnitten chlorhaltige Schimmelmittel deshalb wegen gesundheitlicher Bedenken schlechter ab als chlorfreie. Das Umweltbundesamt rät außerdem davon ab, pilzabtötende Mittel in Innenräumen einzusetzen, weil die Stoffe lange in der Wohnung verbleiben können.
Wasserstoffperoxid, oft als Aktivsauerstoff bezeichnet, ist die schonendere Alternative. Es ist geruchlos und zerfällt während der Anwendung in Wasser und Sauerstoff. Genau auf diesen Wirkstoff setzt der HAKA Hygienereiniger: Seine Rezeptur mit Aktivsauerstoff kommt ohne Chlor und ohne Desinfektionsmittelzusätze aus, ist nicht hautreizend und auch für Menschen mit empfindlicher Haut und Allergien geeignet. Wichtig: Kombiniere ihn nie mit chlorhaltigen Reinigern oder Bleichmitteln.
Warum Essig keine gute Idee ist
Essig gilt als klassisches Hausmittel, eignet sich laut Verbraucherzentrale NRW aber nicht zum Abwischen von Schimmel an Wänden. Im Gegenteil: Unter Umständen kann er das Wachstum sogar begünstigen.
Schimmel vorbeugen: die 6 wichtigsten Maßnahmen
Schimmel braucht vor allem Feuchtigkeit. Wer sie konsequent aus dem Raum holt, entzieht ihm die Grundlage, und das gelingt mit wenigen Gewohnheiten im Alltag.
- Stoßlüften statt Kippen: Öffne die Fenster mehrmals täglich für 5 bis 10 Minuten weit, besonders nach dem Duschen, Kochen und Wäschetrocknen.
- Gleichmäßig heizen: Lass keinen Raum dauerhaft unter 16 bis 17 Grad abkühlen, auch das Schlafzimmer nicht.
- Luftfeuchtigkeit messen: Ein Hygrometer zeigt dir, wann gelüftet werden muss; ideal sind Werte unter 60 Prozent.
- Nässe sofort entfernen: Ziehe Fliesen und Duschwand nach dem Duschen ab und trockne Fugen mit dem Microfaser Trocken- & Geschirrtuch, 1 Stk. nach.
- Möbel von Außenwänden abrücken: Ein paar Zentimeter Abstand lassen die Luft zirkulieren, damit sich dahinter keine Feuchtigkeit staut.
- Regelmäßig putzen: Seifenreste und Ablagerungen bieten Schimmel Nährboden; der Kraftreiniger Spray Bad 500ml mit Milchsäure löst sie beim wöchentlichen Badputz (für säureunempfindliche Oberflächen).
Mehr dazu, wie Milchsäure Kalk und Ablagerungen materialschonend löst, liest du in unserem Ratgeber zum Kalk entfernen.
FAQ - Häufige Fragen zum Thema Schimmel entfernen
| Kann ich Schimmel selbst entfernen? |
| Ja, wenn die Fläche kleiner als etwa einen halben Quadratmeter ist, der Schimmel nur oberflächlich sitzt und die Ursache bekannt ist. Größere Flächen gehören in die Hände eines Fachbetriebs; Allergiker und Menschen mit Atemwegserkrankungen sollten Schimmel nicht selbst entfernen. |
| Kann man Schimmel ohne Chlor entfernen? |
| Ja. Auf glatten Flächen wie Fliesen oder Glas reichen Wasser und ein gründlicher Reiniger. Der HAKA Hygienereiniger setzt dabei auf Aktivsauerstoff statt Chlor und ist auch für empfindliche Haut geeignet. |
| Ist Wasserstoffperoxid besser als Chlor? |
| Wasserstoffperoxid gilt als die schonendere Wahl: Es ist geruchlos, bildet keine stechenden Dämpfe und zerfällt nach der Anwendung in Wasser und Sauerstoff. Chlor dagegen darf nie mit sauren Reinigern gemischt werden. |
| Hilft Essig gegen Schimmel? |
| Nein. Laut Verbraucherzentrale NRW eignet sich Essig nicht zum Abwischen von Schimmel an Wänden und kann das Wachstum unter Umständen sogar begünstigen. |
| Was hilft gegen Schimmel in Silikonfugen? |
| Oberflächliche Flecken lassen sich abwischen. Bleiben dunkle Stellen zurück, sitzt der Schimmel im Silikon selbst; dann muss die Fuge entfernt und erneuert werden. |
| Wie kann ich Schimmel in der Wohnung vorbeugen? |
| Mehrmals täglich stoßlüften, alle Räume gleichmäßig heizen, die Luftfeuchtigkeit unter 60 Prozent halten, Nässe im Bad sofort abwischen und regelmäßig putzen. |


























